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Aurelie’s ewige Gelübde

 

Am 04.02.2017 habe ich meine ewigen Gelübde abgelegt. Es war ein Tag der Freude ! Es war einfach schön, von Anfang an bis zum Ende. Auf den Fotos könnt ihr, hoffe ich, etwas davon spüren.

            J O I E  –  F RE U D E

 

 

Der Weg bis zum diesem Tag war nicht gerade. Ich habe gelernt, mich Gott anzuvertrauen, an seiner zärtlichen Liebe zu glauben, mehr zuzuhören, Vertrauen zu schenken, Hoffnung wahrzunehmen, mit Anderen unterwegs zu sein. Das „wir“ ist gewachsen sowie Friede und Freude.

Hamburg hat eine wichtige Rolle auf dem Weg zum „ja für immer“ gespielt und Zeichen davon waren während des Gottesdienstes wahrnehmbar. In der Predigt haben wir von „bords de la mer du Nord“ („an der Nordseeküste“) gehört ; der Text für die Gabenprozession war sowohl auf Französisch als auch auf Deutsch gelesen.

Procession des offrandes / Gabenprozession

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1-  Prends Seigneur et reçois les petits et les pauvres de nos sociétés.img_7793

Bénis-les. Qu’avec eux nous te découvrions « Dieu parmi nous ».

Herr, nimm und empfange die Kleinen und Armen unserer Gesellschaft.

Segne sie. Mögen wir mit ihnen dich als „Gott unter uns“ entdecken.

 

2-Prends Seigneur et reçois les peuples en leurs diversités.img_7795

Bénis-les. Que l’accueil mutuel ouvre des chemins de paix.

Herr, nimm und empfange alle Völker in ihrer Vielfalt.

Segne sie. Möge die gegenseitige Annahme Wege zum Frieden öffnen.

 

img_77963-Prends Seigneur et reçois les chrétiens de toute confession.

Bénis-nous. Qu’ensemble nous marchions vers l’unité en Toi.

Herr, nimm und empfange die Christen aller Konfessionen.

Segne uns. Mögen wir uns gemeinsam auf die Einheit mit Dir hin zu bewegen

 

Während der Litanei der Heiligen sind der Heilige Ansgar und die Märtyrer von Lübeck genannt worden. Meine Mitschwestern aus Hamburg sowie ein paar Freunden aus Deutschland waren auch dabei.

Die Übersetzung von „ja für immer“ auf Französisch lautet : „oui pour toujours“. Wenn man es laut liest, kann man auch „oui pour tous jours“ hören, das heißt „ja für jeden Tag“. Es spricht mir zu.

 

Am folgenden Tag schrieb eine Freundin aus Hamburg:

„Es hat mich tief im Herzen angerührt zu erleben, wie Aurélie von ihrem Glaubensweg erzählt und entschieden gesagt hat, ja ich will, ja ich will für immer.  Nach dem Versprechen und der Weihe haben alle Xavières mit ewigen Gelübden sie umarmt und begrüßt. Ein kraftvolles Zeichen von Zugehörigkeit und Freude in aller Vielfalt in einer Gemeinschaft. Beim weiteren Fest nach dem Gottesdienst habe ich erlebt, wie die leibliche Familie und die Familie in Christus von Aurélie sich miteinander gefreut und gefeiert haben. Beide gehören zusammen.“

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Die Mission geht weiter, führt nach vorn und zu den Anderen. Wir sind berufen, um gesandt zu werden. Konkret bin ich gesandt, um mich im Bereich Buchhaltung weiterzubilden. Wo wird es mich führen, das weiß ich  nicht. Ich lasse mich überraschen, im Vertrauen zu Gott.

 

Die Gemeinschaft in Marseille

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Der Weg bis zum Marseille war für die meisten zu lang, um körperlich anwesend zu sein. Aber die Verbundenheit über alle Grenzen war spürbar. Vielen Dank für alle Zeichen der Freundschaft, für alle Gebete.

Ich vertraue mich Ihren Gebeten an, für heute und morgen.

„Dankt dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig !“ Psalm 136.

 

 

 

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Die Elphi

Dank eines Geschenks haben wir mit Beatrices Neffe gemeinschaftlich  einen  sehr schön Nachmittag verbracht: Wir sind auf die Plazza der Elbphilarmonie aufgestiegen. Die Bilder des Fernsehens für die Eröffnung waren plötzlich Wirklichkeit.

Auf französisch gibt es einen Ausdruck: „Der Regen hält den Pilger nicht auf“. Vielleicht war es unser Fall. Wir sind draußen gegangen und haben die Sicht von der Plazza aus bewundert. Niemals hatten wir so gut den Hafen und die Türme im Zentrum gesehen.

 

 

Wenn es weniger kalt sein wird, werden wir dieses Erlebnis wiederholen!

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Aurelie’s ewige Gelübde

Nach 4 schönen Jahren in Hamburg lebe ich jetzt in Marseille. Vielen von euch wissen, dass ich mich letztes Jahr auf die ewigen Gelübde vorbereitet habe. Der Tag des „für immer“ kommt bald. Ich freue mich, diese Nachricht Ihnen zu teilen und vertraue ich mich Ihren Gebeten an.

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Übersetzung :

Aurélie Roiné wird in der Ordensgemeinschaft „Xavière, missionnaire du Christ Jésus“ während  des vom Erzbischof Mgr. Pontier (Marseille) zelebrierten Hochamtes ihre ewigen Gelübde ablegen. Der Gottesdienst wird am Samstag, den 04.Februar 2017, um 15.30 in der Trinitatis-Kirche stattfinden.

Die Xavières-Schwestern freuen sich, Sie einzuladen an dieser Zeremonie teilzunehmen  oder sich im Gedanken und im Dankgebet mit uns zu verbinden.

 

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Zu dem neuen Jahr 2017 haben wir Besuch gehabt!

Die Gemeinschaft der Franziskanerinner aus Kiel hat uns besucht, denn wir hatten verschiedene Gelegenheiten, uns  kennen zu lernen. Die Gemeinschaft der Xavieren hatte vor drei Jahren drei Tage  vor Ostern im Haus Damiano verbracht. Claire-Cécile hatte ein Praktikum in Mai-Juni bei ihnen absolviert, um eine missionarische Pastoral zu entdecken. Außerdem hat sie dort ein paar Tage   Ferien im August gemacht. Gudrun arbeitet auch mit Sr Maria-Magdalena zusammen.

Es fehlte der Besuch der Schwestern in Hamburg.

Trotz des Eises und des Schnees haben  sie uns den Frühling mitgebracht!

Am selben Tag haben wir die Sternsinger empfangen. Wie schön ist diese Tradition! Die Kinder sind sich  bewusst, etwas sehr ernstes durch das Lied zu bringen: Segen und Solidarität. Und sie strahlen es aus.

Vielen Dank für diese Besuche, die „Visitation“ genannt werden können !

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Fratello

Wallfahrt nach Rom100 Menschen aus Hamburg sind vom 10.11. bis zum 13.11. nach Rom geflogen.

Und zwar 65 Menschen aus prekären Lebensverhältnissen mit 35 Begleitern oder Begleiterinnen, unter ihnen geistliche Begleiter  -Pater Jan Roser, Jesuit, Pater Karl Meyer, Dominikaner und ich selber, Schwester Béatrice, Xavière- , Ärzte und Krankenschwestern, Sozialarbeiter und Ehrenamtliche von katholischen, evangelischen und nicht konfessionellen Vereinen : die Caritas, die Diakonie, Alimaus, das Haus Bethlehem, Hinz und Kunz, und eine Gruppe der Pfarrei St Sophien waren dabei.

Wallfahrt nach Rom

Der Papst hat nämlich die Obdachlosen von ganz Europa zu einer Pilgerfahrt nach Rom eingeladen, um mit ihnen das Jahr der Barmherzigkeit zu schließen. 4 500 Menschen insgesamt haben sich auf den Weg gemacht.

Zum Programm gehörten eine Audienz (Freitag) und eine Messe im Petersdom (Sonntag) mit dem Papst, eine Prozession mit Fackeln und eine Wache der Barmherzigkeit (Samstag) und zwischendurch ein bisschen Freizeit in der sonnigen ewigen Stadt, wo es nachmittags um die 20°C warm war!

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Bei den Mitreisenden war die Emotion schon groß, vom Papst eingeladen worden zu sein und reisen zu dürfen, aber sie war noch spürbarer während des Treffens mit dem Heiligen Vater, dem sich einige sogar nähern und die Hand schütteln und von ihm den Segen persönlich bekommen konnten. Da sind Tränen geflossen! Für diese Menschen, alle mit einer sehr schlechte Lebensgeschichte , war dies eine tiefgreifende Erfahrung, sich so vom Papst wahrgenommen zu fühlen.

Unter dem Link http://fratello2016.org/de/willkommen/ finden Sie noch weitere Informationen über das Programm und das Projekt.

Weitere Reportagen und bewegende Interviews über unsere Hamburger Gruppe finden Sie auch unter:

 Vor der Reise:

NDR

http://www.ardmediathek.de/tv/Hamburg-Journal/Obdachlose-%C3%BCben-Singen-f%C3%BCr-den-Papst/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=25231214&documentId=38754258

FOCUS

http://www.focus.de/regional/hamburg/kirche-obdachlose-machen-wallfahrt-nach-rom_id_6165797.html

SHZ

http://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/obdachlose-pilgern-zum-papst-id15262791.html

Die Welt

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In Rom:

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Obdachlose-vor-Wallfahrt-zum-Papst-,wallfahrt244.html

 Das Projekt wurde durch Spenden finanziert. Der Name dieser Wallfahrt ist Fratello und bedeutet „Bruder“. Die Spender und Spenderinnen haben sich Brüder und Schwestern von diesen Menschen in Not und am Rand unserer Gesellschaft gemacht. Und „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ sagt Jesus (Mt 25,40).

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Sr. Béatrice

Diejenigen, die noch spenden möchten, können es mit einer Spende an die Caritas mit dem Stichwort „Fratello“ machen.

Bank: DKM

IBAN: DE19 4006 0265 0022 0804 44

BIC: GENODEM1DKM

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Alle Wege führen nach… Berlin !

 

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Anlässlich des Festes der deutschen Einheit und Beatrices Geburtstag sind wir früh am 3. Oktober mit dem Zug gefahren, um Berlin  zu  besichtigen. Das war ein Wunsch  von jeder. Claire-Cécile war schon dort mit Schülern im Jahr 1990 und Gudrun vor dem Mauerfall und danach. Für Beatrice war es das erste Mal.

An einem Tag haben wir viel gesehen und  freuen uns darüber, nun endlich diese Stadt kennengelernt zu haben.

Für Claire-Cécile war es überraschend, das östliche  Stadtviertel wieder zu sehen. Im Vergleich zu 1990 war alles anders wiedergebaut, besonders das Brandenburger Tor: es gab nämlich damals nichts in der Nähe des Tores!  Die riesigen Baustellen hatten kaum angefangen und die Stadt wurde noch als gespaltete Stadt gesehen.

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Eine Baustelle ist trotzdem noch   bemerkenswert: das Stadtschloss. Das hat uns gezeigt, wie ganz Berlin in dieser Zeit sein konnte: ein Wald von Kränen.

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Der Platz Frankreichs ist auch interessant für  französische Augen. Das Brandenburger Tor steht auf dem Pariser Platz. In der französischen Straße liegen viele französische Markengeschäfte.

Und der französische Dom, der für die wegen der evangelischen Religion verfolgten Flüchtlinge unter Ludwig dem Großen errichtet wurde,  trägt mit dem deutschen Dom, der gerade gegenüber steht,   zu der Schönheit des berühmten Berliner Platzes bei.

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Wir waren besonders bewegt, an den neuen politischen „Bundesgebäude“ vorbei zu gehen. Leider konnten wir bis zur  Kuppel des Bundestags nicht hinaufsteigen, da wir nicht angemeldet waren.  Und leider haben wir Angela Merkel und den Bundespräsidenten Gauck nicht getroffen. Sie waren in Dresden. Vielleicht hätten sie auf unseren Besuch warten sollen, weil wir ihnen gratuliert hätten, im Vergleich zu einigen Menschen in Dresden!