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Nacht der Kirchen 2016 in Billstedt

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„Lebe! Liebe! Lache!“ hieß das Motto der „Nacht der Kirchen Hamburg“ 2016.

Es bezieht sich auf die Bibelstelle: „Euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ Johannes 16.22

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Am 17. September hat Béatrice nach dem Vorabendmesse, sprich gegen 19:15 Uhr, vor circa 50 Teilnehmer in der Kirche diese Einleitung gehalten:

„Wir heißen Sie herzlich willkommen bei der Nacht der Kirchen, zum zweiten Mal in unserer Pfarrei St Paulus.

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Ich habe mich sehr gefreut, als unser Chor akzeptiert hat, mitzumachen und uns Lieder vorzustellen. Sie haben geübt, am vorletzten Sonntag, heute vor der Messe; sie haben geholfen, die Kerzen aufzustellen – also schon ein wunderbarer Einsatz – und ich freue mich sehr, sie zu hören. Erstmal dem Chor ein großes Dankeschön! Sie haben englische Musik angekündigt, wie Sie das dem Programmblatt entnehmen können. Wir sind gespannt!

Aber noch ein Wort über den Abend. Daneben haben wir einen Imbiss vorbereitet bzw. hat ihn Herr Zynda vorbereitet und da sind Produkte des Fair-Handels. Somit schließen wir in unserem Abend den Kampf für mehr Gerechtigkeit ein. Ich halte das für wichtig und sinnvoll für eine Veranstaltung der Kirche. Ich bin Herrn Zynda sehr dankbar, dass er nochmal dabei ist. Er ist diskret aber sehr aktiv, er erklärt sich immer sofort bereit teilzunehmen, zu helfen, Werbung vorzubereiten und er macht das wunderbar. Also, jederzeit und vor allem nach der Musik, können Sie sich bei Herrn Zynda und unserem Fair-Handel-Imbiss stärken.

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Der Chor wird 35 Minuten singen. Die Kirche wird aber länger offen bleiben. Diejenigen, die es sich wünschen, können einfach in der Stille bleiben. Oder uns Schwestern oder Renate Schmidt, unsere Gemeindereferentin, ansprechen. Wenn Ihnen etwas auf der Seele liegt, oder wenn Sie irgendwelche Frage haben – letztes Jahr habe ich zum Beispiel die Frage gehabt: „Was ist eigentlich ein Tabernakel?“ – stehen wir gern zur Verfügung und können ins Gespräch kommen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!“

Der Chor hat dann Chormusik von John Rutter, Will Todd  und Christopher Tambling präsentiert. Er hat wunderschön gesungen, die Musik ist vom Ohr in die Seele gegangen und die Lieder haben das Herz berührt.

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Danach war die Stimmung beim Imbiss entspannt und freundlich.

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Währenddessen sind immer einige Menschen in der Stille der Kirche geblieben.

 Unser Herz hat sich also tatsächlich gefreut…

Und wir danken Gott für diesen Abend, für unsere Gemeinschaft und für unseren Chor!

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Neue Sendung

Bevor Aurelie nach Frankreich zurück fährt, hat sie in dem Pfarrbrief geschrieben. Hier der Artikel:

„Liebe Mitglieder der Gemeinde, ich möchte Ihnen eine Nachricht mitteilen :

Ursprünglich sollte ich im Juli die 30tägigen Exerzitien in Frankreich machen und danach zurück nach Hamburg fahren. Jetzt hat sich die Lage geändert : Ich werde nach Marseille gesandt.

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Ich verabschiede mich von Ihnen mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Diese beiden Gefühle führen mich zur Dankbarkeit.

* Dankbarkeit für den zusammen gegangenen Weg : Vor 4 Jahren haben wir unsere erste deutschsprachige Niederlassung in Hamburg gegründet und ein Jahr später sind wir nach Billstedt umgezogen. Diese Jahre waren voll Entdeckungen und Begegnungen. Vielen Dank für alle Gespräche und für das Zusammensein, -beten, -singen.

*Dankbarkeit für meine Berufung: obwohl ich mich in Billstedt wohl fühle, spüre ich inneren Frieden, Freude und Vertrauen in  das, was kommen mag. Die Sendung in der Nachfolge Christi ist eine Quelle der Kraft und voller Leben.

Als Abschiedsgeschenk ist mir dieses Gebet von Ignatius von Loyola eingefallen :

„Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit. 
Nimm an mein Gedächtnis, meinen Verstand, meinen ganzen Willen.
Was ich habe und besitze, hast du mir geschenkt.
Ich gebe es dir wieder ganz und gar zurück und überlasse alles dir,
dass du es lenkst nach deinem Willen.
Nur deine Liebe schenke mir mit deiner Gnade.
Dann bin ich reich genug und suche nichts weiter.“ 

 „Ich“ lichte meinen Anker wieder, um Kurs Richtung Marseille zu nehmen.

„Wir“ als Gemeinschaft gehen weiter den Weg mit Ihnen zusammen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gottes Segen.

Aurélie Roiné, xavière

 

 

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In den Alpen

In August 2016 hat Claire-Cécile mit  anderen 5 Xavieres anderer Gemeinschaften ungefähr 10 Tage an der Grenze zwischen Frankreich und Italien, „ le Col du Mont-Cenis  (2000  M)“ verbracht.

Wir haben uns um die Kirche gekümmert und wir lebten in diesem Pfarrhaus.

IMGP2220Wanderungen bedeuten Erholung und  Entspannung aber viel mehr: eine schöne Gelegenheit  zum Loben. Wir hatten immer unser Psalmenbuch in unserem Rucksack und wir sangen mit u.a. diesem Psalm 104, als würde er vor unseren Augen geschehen.

Einige Ausschnitte :

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1  „Lobe den Herrn, Meine Seele ! Herr mein Gott, wie groß bist Du !

2 Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet Du hüllst dich in Licht   wie in ein Kleid

Du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

3 Du verankerst die Balken deiner Wohnung im Wasser.

Du nimmst dir die Wolken zum Wagen,

 du fährst einher auf den Flügeln des Sturmes.

4 Du machst dir die Winde zu Boten

 

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14 Du lässt Gras wachsen für das Vieh,

auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde

 

 

 

 

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18 Die hohen Berge gehören dem Steinbock, 

dem Klippdachs bieten die Felsen Zuflucht.

 

 

 

 

 

20 Du sendest Finsternis und es wird Nacht, 

dann regen sich alle Tiere des Waldes.IMGP2233

29 Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;

32 Er blickt auf die Erde und sie erbebt; 

er rührt die Berge an und sie rauchen.

 

 

 

 

Alte römische Brücke in der Nähe des Gletschers „les Evettes“

31 Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn; 

der Herr freue sich seiner Werke.

33 Ich will dem Herrn singen, solange ich lebe, 

will meinem Gott spielen, solange ich da bin.

 

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Hamburg, THE place to be!

Im Juli haben wir zu Hause viele Besucher und Besucherinnen empfangen.

Brigitte, eine Mitschwester von unserer Gemeinschaft in N’Djamena ist zur evangelischen Hochzeit ihres Patenkinds Felix in Altona als Erste gekommen und wir konnten die Freude von Felix und Vanessa teilen und das Pärchen mit unserem Gebet begleiten.

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Dann haben uns fünf unserer sechs siebzigjährigen Mitschwestern von diesem Jahr, die sogenannten „septuagénaires“ (Siebzigerinnen), für ein paar Tage besucht. Sie sind durch die Stadt gelaufen, haben Gudrun und Béatrice bei ihrer Arbeit besucht, haben sich Zeit für geistliche Austäusche genommen, haben interessante Begegnungen gemacht,

 

u.a. im ökumimagesenischen Forum der Hafen City, und waren eben begeistert von der dynamischen Ökumene in Norddeutschland. Und natürlich haben wir jeden Tag einen 70. Geburtstag gefeiert, und jeder durch die Reihe gratuliert!

 

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Und natürlich haben wir jeden Tag einen 70. Geburtstag gefeiert, und jeder durch die Reihe gratuliert!

 

 

 

 

Dann waren ein paar Bekannte von Béatrice dran: eine junge Freundin aus La Rochelle, eine Ordensschwester eines anderen Ordens, die zur Arbeit von Béatrice gekommen ist und viel Interesse daran gezeigt hat, eine Patentochter aus Nantes mit deren Freundinnen (Zwillinge) für eine Woche, und Lukas,

image001einer ihrer Neffen, für drei Wochen, der beim Erzbistum, bei der Tafel e.V. und zum Teil auch in der Pfarrei Billstedts beim Streichen oder Grasmähen geholfen hat. Die Besichtigung von Lübeck und Travemünde, von Hamburg, dem Hafen, dem Strand, dem Automuseum, dem Arena-Stadion, dem Schwimmbad Billstedts und seiner Rutschen, dem Sommer-Dom usw. haben das Programm gefüllt!

Wir haben ziemlich schönes Wetter gehabt und Hamburg hat bei jedem viel Lob bekommen, unter anderem dank seinen so schönen und riesigen Grünanalagen.

Ein Hoch auf Hamburg, auf den Sommer und auf die Freundschaft!

Wir freuen uns sehr über diese Besuche und wir freuen uns, dass immer mehr Menschen aus unseren Kreisen, unter anderen aus Frankreich – aber nicht nur -, Hamburg kennenlernen kommen. Deswegen soll dies unsere  Botschaft sein: Jeder ist herzlich willkommen und wer zu Besuch kommen möchte, kann sich einfach bei uns melden.

Bis bald?

 

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Pfingsten Oder Babel Gegenteil !

Das Pfingstfest ist für die Jünger der Tag, an dem sie in Jerusalem zu vielen verschiedenen Menschen aus der Welt sprechen können. Der Text zählt diese Länder auf, die uns träumen lassen: Mesopotamien, Pamphylien und Kappadozien, Ägypten, Libyen, und Arabi en usw.Pentecote_Redemptoris_Mater_Vatican 

Und ich denke: wie schön sollte es sein, da ich so viele Schwierigkeiten  erst mit der deutschen Sprache schon habe! Die Fragen kommen  sehr schnell: Mein Gott, warum sind es so viele schwierigen Sprachen? Warum gibst du deinen Aposteln nicht die Fähigkeit,  besser von dir mit den Menschen zu sprechen? Sind die Sprachen kein Hindernis, um deine Botschaft zu verkündigen?

Am Vorabend des Pfingstfestes lesen wir in dem ersten Testament die Babel -Geschichte. Nur 9 Verse, um dieses große, menschliche  Projekt und die Antwort Gottes darzustellen. Manchmal hat man den Eindruck, dass Gott das Verständnis zwischen Menschen ablehnt. Wäre Gott böse?

Tour de babelAlle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Wort (…) Sie sagten zueinander (…) « Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen“.

Die Exegeten bemerken, dass dieser Abschnitt einer Reihe von Vornamen der Söhne Noes  folgt. Diese Einheit scheint also unheimlich, weil die Menschen gleich sind: keine Gespräche oder Widerstand.

Zweitens ist das Projekt auch bedenklich: Sie wollen einen Turm bis zum Himmel bauen, wie ein Diktator in Jesaja 14,13-14 einen solchen bauen wollte. „Ich ersteige den Himmel; dort oben stelle ich meinen Thron auf, über den Sternen Gottes“. Eine Leiter kann nun den Himmel erreichen, wenn Gott selbst sie auf die Erde anlehnt: Jakob sieht die Leiter in einem Traum, auf der die Engel auf und nieder steigen (Genesis 28, 12-13).

Drittens wollen sich diese Babel-Menschen gegen andere Sprachen, Kulturen schützen, deshalb wollen sie zusammen bleiben.

Dann steigt Gott  herab und zerstreut dieses Volk, so dass keiner mehr die Sprache der anderen versteht. Gott heilt dieses Volk, indem er es in der Einheit der Vielfältigkeit wieder auf die Welt kommen lässt. Die Sünde verwirrt Gottes Bild, indem sie an eine Strafe Gottes glauben lässt. Die ganze Bibel beruht auf dieser Einheit: zwischen dem Mann und der Frau, im Volk Abrahams, das die Vielfältigkeit empfängt.

Pfingsten ist das Gegenteil von Babel: Dank dem heiligen Geist wird das zerstreute Volk versammelt, das Unverständnis in Verständnis gewandelt. Die Versammlung vernichtet nicht die verschiedenen Sprachen und die Gemeinschaft wird auf die Verschiedenheiten der Völker aufgebaut.

Also ist Pfingstfest DAS Fest und die große Botschaft für Missionare und Missionarinnen und Ausländer! Empfinden wir nicht tatsächlich schon diese Freude der Begegnung, des Empfangens und der Komplementarität?

Also wichtig sind das Lernen der Sprache und die Geduld dafür aber viel wichtiger ist die Dankbarkeit für diese verschieden Sprachen!

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Ein Ausflug zu den Wikingern

Haithabu-April-2016_(20)[1]Viele Spuren erinnern in Hamburg an die ehemalige Anwesenheit der Dänen. Und noch von der Dänen haben die Wikinger jjjjdieses Gebiet geprägt. Also beschlossen wir  das archäologische Museum über Wikinger zu besichtigen. Hier zu fahren wir nach  Haithabu bei Schleswig. Haithabu ist nicht nur ein wichtiger Schauplatz. Es war bis zum Mittelalter auch eine der bedeutendsten Handelsstädte Europas.

Das Museum ist sehr interessant. Dank der archäologischen Grabungen haben wir einen Blick auf den Alltag werfen können. Dieses Volk handelte viel  bis zu Küsten  Nordamerikas aber das Leben war schwierig. Da sie gelegentlich das ganze Dorf nicht  ernähren konnten, kam es vor, dass sie die Babys in das Meer  warfen.

Sans titreEiner der Hauptgründe ihres Erfolgs liegt in der Art und Weise des Bootsbaus. Die 30 m langen  Kriegsboote konnten 120 Rudermänner  enthalten. Diese Zahl erlaubt ihnen unabhängig vom Wind zu fahren und eine große Geschwindigkeit zu erreichen. Diese Boote waren nicht nur für das Meer geeignet, sondern auch für die Flüsse, was es eine echte Leistung war. Aufgrund dieser Überlegenheit konnten die Wikinger auch Nordfrankreich  ausplündern, so dass dort fast nichts vom hohen Mittelalter  erhalten ist.

120 Rudermänner sagen wir? Das ist eigentlich  die Zahl der Schwestern unserer Kongregation! Also stellen Sie sich uns im Boot vor! Natürlich können die Schwestern das nur im übertragenen Sinne verstehen – kämpfen wir also in Anlehnung an die Psalmen in unserem Boot gegen die inneren Feinde!

Die Häuser  erinnern uns an die der Normandie. Nicht erstaunlich! Die Wikinger bekamen unter dem Stammesführer Rollon Haithabu-April-2016_(34)[1]
dank des Vertrags „St Clair sur Epte“ 911 von dem französischen König die Normandie zu gesprochen. Als Ersatz musste sich Rollon verpflichten, gegen andere Wikinger zu kämpfen.

 

 

 

Haithabu-April-2016_(35)[1]Bewegend war es, die missionarischen Spuren des heiligen Ansgar zu finden. Er hat in Haithabu eine kleine Kapelle gebaut. Sie war so klein, dass nicht alle darin Platz finden konnten. Kurze Zeit nach dem Aufbau wurde sie von den Wikingern zerstört. Aber ca.100 Jahre  nach dem Tod des St Ansgars trat der Chef der Wikinger zum christlichen Glauben über. Mit ihm konvertierten viele. Der König zog aus diesem Übertritt einen großen Vorteil: Von nun an vertrat er den einzigen Gott auf Erde. Im Nachteil waren durch diese Entwicklung hingegen die Frauen: hatten sie in der polytheistischen germanischen Götter -und Göttinnen- Welt, als Priesterinnen einen starken Einfluss, versschwand dieser durch die patriarchalischen Strukturen des Mittelalterlichen Christentums.