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Pfingsten Oder Babel Gegenteil !

Das Pfingstfest ist für die Jünger der Tag, an dem sie in Jerusalem zu vielen verschiedenen Menschen aus der Welt sprechen können. Der Text zählt diese Länder auf, die uns träumen lassen: Mesopotamien, Pamphylien und Kappadozien, Ägypten, Libyen, und Arabi en usw.Pentecote_Redemptoris_Mater_Vatican 

Und ich denke: wie schön sollte es sein, da ich so viele Schwierigkeiten  erst mit der deutschen Sprache schon habe! Die Fragen kommen  sehr schnell: Mein Gott, warum sind es so viele schwierigen Sprachen? Warum gibst du deinen Aposteln nicht die Fähigkeit,  besser von dir mit den Menschen zu sprechen? Sind die Sprachen kein Hindernis, um deine Botschaft zu verkündigen?

Am Vorabend des Pfingstfestes lesen wir in dem ersten Testament die Babel -Geschichte. Nur 9 Verse, um dieses große, menschliche  Projekt und die Antwort Gottes darzustellen. Manchmal hat man den Eindruck, dass Gott das Verständnis zwischen Menschen ablehnt. Wäre Gott böse?

Tour de babelAlle Menschen hatten die gleiche Sprache und gebrauchten die gleichen Wort (…) Sie sagten zueinander (…) « Auf, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm mit einer Spitze bis zum Himmel und machen wir uns damit einen Namen, dann werden wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen“.

Die Exegeten bemerken, dass dieser Abschnitt einer Reihe von Vornamen der Söhne Noes  folgt. Diese Einheit scheint also unheimlich, weil die Menschen gleich sind: keine Gespräche oder Widerstand.

Zweitens ist das Projekt auch bedenklich: Sie wollen einen Turm bis zum Himmel bauen, wie ein Diktator in Jesaja 14,13-14 einen solchen bauen wollte. „Ich ersteige den Himmel; dort oben stelle ich meinen Thron auf, über den Sternen Gottes“. Eine Leiter kann nun den Himmel erreichen, wenn Gott selbst sie auf die Erde anlehnt: Jakob sieht die Leiter in einem Traum, auf der die Engel auf und nieder steigen (Genesis 28, 12-13).

Drittens wollen sich diese Babel-Menschen gegen andere Sprachen, Kulturen schützen, deshalb wollen sie zusammen bleiben.

Dann steigt Gott  herab und zerstreut dieses Volk, so dass keiner mehr die Sprache der anderen versteht. Gott heilt dieses Volk, indem er es in der Einheit der Vielfältigkeit wieder auf die Welt kommen lässt. Die Sünde verwirrt Gottes Bild, indem sie an eine Strafe Gottes glauben lässt. Die ganze Bibel beruht auf dieser Einheit: zwischen dem Mann und der Frau, im Volk Abrahams, das die Vielfältigkeit empfängt.

Pfingsten ist das Gegenteil von Babel: Dank dem heiligen Geist wird das zerstreute Volk versammelt, das Unverständnis in Verständnis gewandelt. Die Versammlung vernichtet nicht die verschiedenen Sprachen und die Gemeinschaft wird auf die Verschiedenheiten der Völker aufgebaut.

Also ist Pfingstfest DAS Fest und die große Botschaft für Missionare und Missionarinnen und Ausländer! Empfinden wir nicht tatsächlich schon diese Freude der Begegnung, des Empfangens und der Komplementarität?

Also wichtig sind das Lernen der Sprache und die Geduld dafür aber viel wichtiger ist die Dankbarkeit für diese verschieden Sprachen!

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Ein Ausflug zu den Wikingern

Haithabu-April-2016_(20)[1]Viele Spuren erinnern in Hamburg an die ehemalige Anwesenheit der Dänen. Und noch von der Dänen haben die Wikinger jjjjdieses Gebiet geprägt. Also beschlossen wir  das archäologische Museum über Wikinger zu besichtigen. Hier zu fahren wir nach  Haithabu bei Schleswig. Haithabu ist nicht nur ein wichtiger Schauplatz. Es war bis zum Mittelalter auch eine der bedeutendsten Handelsstädte Europas.

Das Museum ist sehr interessant. Dank der archäologischen Grabungen haben wir einen Blick auf den Alltag werfen können. Dieses Volk handelte viel  bis zu Küsten  Nordamerikas aber das Leben war schwierig. Da sie gelegentlich das ganze Dorf nicht  ernähren konnten, kam es vor, dass sie die Babys in das Meer  warfen.

Sans titreEiner der Hauptgründe ihres Erfolgs liegt in der Art und Weise des Bootsbaus. Die 30 m langen  Kriegsboote konnten 120 Rudermänner  enthalten. Diese Zahl erlaubt ihnen unabhängig vom Wind zu fahren und eine große Geschwindigkeit zu erreichen. Diese Boote waren nicht nur für das Meer geeignet, sondern auch für die Flüsse, was es eine echte Leistung war. Aufgrund dieser Überlegenheit konnten die Wikinger auch Nordfrankreich  ausplündern, so dass dort fast nichts vom hohen Mittelalter  erhalten ist.

120 Rudermänner sagen wir? Das ist eigentlich  die Zahl der Schwestern unserer Kongregation! Also stellen Sie sich uns im Boot vor! Natürlich können die Schwestern das nur im übertragenen Sinne verstehen – kämpfen wir also in Anlehnung an die Psalmen in unserem Boot gegen die inneren Feinde!

Die Häuser  erinnern uns an die der Normandie. Nicht erstaunlich! Die Wikinger bekamen unter dem Stammesführer Rollon Haithabu-April-2016_(34)[1]
dank des Vertrags „St Clair sur Epte“ 911 von dem französischen König die Normandie zu gesprochen. Als Ersatz musste sich Rollon verpflichten, gegen andere Wikinger zu kämpfen.

 

 

 

Haithabu-April-2016_(35)[1]Bewegend war es, die missionarischen Spuren des heiligen Ansgar zu finden. Er hat in Haithabu eine kleine Kapelle gebaut. Sie war so klein, dass nicht alle darin Platz finden konnten. Kurze Zeit nach dem Aufbau wurde sie von den Wikingern zerstört. Aber ca.100 Jahre  nach dem Tod des St Ansgars trat der Chef der Wikinger zum christlichen Glauben über. Mit ihm konvertierten viele. Der König zog aus diesem Übertritt einen großen Vorteil: Von nun an vertrat er den einzigen Gott auf Erde. Im Nachteil waren durch diese Entwicklung hingegen die Frauen: hatten sie in der polytheistischen germanischen Götter -und Göttinnen- Welt, als Priesterinnen einen starken Einfluss, versschwand dieser durch die patriarchalischen Strukturen des Mittelalterlichen Christentums.

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Christus ist auferstanden

Bis zum Palmsonntag haben wir drei Tage lang Exerzitien im Karmel von Finkenwerder erlebt. Es war schön, die Karwoche mit diesen besinnlichen Tagen anzufangen.SAM_5590

Alltägliche Arbeit, Gebet, Stille und Austausch (auch ökumenisch), und die Liturgie haben uns stark geprägt. Wir vergessen auch nicht die tragischen Anschlägen von Brüssel während der Karwoche und in Pakistan am Ostersonntag.

Drei von uns haben die Liturgie der Osternacht um 22Uhr in Billstedt gefeiert.
Eine junge Frau namens Evelyne ist getauft worden. Aurélie und ein Ehepaar hatten sie zwei Jahre lang auf diesen Tag vorbereitet. Die Freude war groß.
Die vierte hatte sich entschieden, früh aufzustehen, um an einer morgendlichen Feier der Osternacht teilzunehmen.SAM_5588

Danach haben uns wieder alle getroffen, um einfach Zeit zusammen zu verbringen, zum Austausch und Gebet, zur Feier der Auferstehung.SAM_5601

 

Christus ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden ! Halleluja !

 

 

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Geistliches Angebot

Während der Fastenzeit haben wir einen Abend mit Mitgliedern der Gemeinde St. Paulus-Billstedt sowie Freunden verbracht. Fasten, Austausch und beten waren auf dem Programm.

Das gewählte Thema war „Friede“.

Nach der Vorstellung vom in Afrika stattfindenden und von Mitschwestern geführten Projekt „Friedensklubs“

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haben wir zusammen über den Frieden in unserem Leben, in unserem Alltag nachgedacht und sind zum Austausch gekommen.

Ein gemeinsames Gebet hat diesen besinnlichen Abend beendet.

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Im Alltag eine Zeit für einen Einkehrtag finden

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Als Xavières „sind wir eingeladen, einen Einkehrtag pro Monat  zu verbringen. Jede  Xaviere-Schwester erlebt diese Zeit der Einsamkeit für Gott, in der Art, wie es für sie am besten ist, um loszulassen und sich Ihm darzubringen“. Dieser Satz steht in unserer Ordensregel.

In einem vielbeschäftigten oder hektischen Leben ist es  wichtig zu erleben, dass unsere Tätigkeit nicht das einzig wichtige  ist, auch wenn  wir in der Pastoral arbeiten  oder wenn die Arbeit eine große Hilfe  für die Nächsten bedeutet.

Manchmal müssen wir einige Termine absagen, um diesen Tag zu erleben. Das kann schwierig sein.   Aber wenn man es geschafft hat, wie froh ist man dann! Das ist schon ein Sieg über die kleine Stimme, die immer sagt „mehr!“

Der Einkehrtag oder die Auszeit  muss manchmal  lange im Voraus geplant werden.  Wir müssen konsequent sein, sonst  finden wir immer etwas zu tun…

 

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Ein Tag für Gott, was  bedeutet  das?

Ein Tag, um wieder aufzuatmen:  Uns  erholen,  mit einem biblischen Text beten, ein geistliches Buch  lesen, aber vor allem,  uns um  unser Leben kümmern, indem wir auf es zurück blicken.  Ignatius von Loyola sagt: „der Mensch ist  zu diesem  Ziel geschaffen, dass er seinen Gott lobe, verehre und   ihm dient“. Wir wollen durch unser Leben Gott suchen und  finden. Alles worin unser Leben besteht: Das Gebet, die Beziehung und die Dienste in der Gemeinschaft, die Arbeit und die Tätigkeiten, die Beziehung  zu Freunden, usw.… Wir sind eingeladen,  in unserem Leben zu unterscheiden, was zu Gott führt und was nicht zu Ihm führt.

Manchmal ist es wichtig irgendwohin zu fahren, weil man einen Tapetenwechsel braucht, um diesen Abstand  zu bekommen und mit Distanz auf das Leben blicken zu können.

Für das Gebet sind die biblischen Texte der  letzten Exerzitien eine gute Hilfe für diesen Tag. Wenn Gott viel über einen Text gesprochen hat,  spricht er oft noch einmal in dem gleichen Jahr. Die Wiederholung betrifft auch Gottpädagogik!

Manchmal sind diese Einkehrtage Umkehrtage.

Deshalb sind diese regelmäßigen Tage wichtig für unser Leben und besonders während der Fastenzeit.

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Heiliges Jahr der Barmherzigkeit

Mit der Öffnung der Heiligen Pforte in der Petersbasilika in Rom beginnt am 8. Dezember das „Jahr der Barmherzigkeit“.Logo Jahr der Barmherzigkeit

Es geht nicht darum, auf die bisherigen Aktivitäten noch weitere Aktionen draufzusatteln, sondern darum, Barmherzigkeit zu erfahren und zu leben – nicht nur in diesem Jahr.

Auch im Erzbistum Hamburg werden Heilige Pforten in feierlichen Gottesdiensten geöffnet.

Im Hamburger St. Mariendom wird es am Samstag, den 12. Dezember, um 18.15 Uhr mit Erzbischof Heβe stattfinden.

Werden Sie auch dabei sein ?

Gudrun ist zur Bedeutung dieses Jahres interviewt worden : Interwiew

Unser Erzbischof Stefan Heβe hat einen Text zum Jahr der Barmherzigkeit geschrieben : Hirtenwort

Wie empfehlen Ihnen diese Internetseite : www.erzbistum-hamburg.de/barmherzigkeit

Sie werden Gebete sowie Grundlagentexte, Termine, Materialien und Angebote finden.