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Das Angesicht der Erde

Wir bieten Ihnen dieses Gebet von Jean-Yves Quellec an: es ist für uns Schwestern xavières und für Sie Leser und Leserin. Pflüge unsere Herzen Herr mit deinem Wort, jeden Tag. Das Korn wächst, Tag und Nacht, auch wenn man es nicht sieht…

Das Angesicht der Erde ist das Feld, das du säst.

Wir freuen uns darauf, Herr, das Korn wachsen zu sehen.

Auf all den Menschen, die du liebst,

Auf alle, die nach dir suchen,

Auf alle Leuten, die denken, sie hätten dich gefunden,

Auf alle, die deinen Namen aussprechen,

Auf alle, die ihn vergessen haben.

Auf all denen, die ihn noch nie gehört haben,

O Herr, sende deinen heiligen Geist.

Das Angesicht der Erde ist das Feld, das du säst.

Wir freuen uns darauf, Herr, das Korn wachsen zu sehen.

Wenn wir sehen, wie die Spreu mit dem Weizen wächst,

Wenn sich Gute und Böse in unserem Leben vermischen,

Wenn dein Wort verdunkelt ist,

wenn es verraten und entstellt wird,

eifersüchtig bewacht;

Wenn die Hoffnung im Herzen der Menschen nachlässt;

Wenn wir vom Zweifel am Kreuzweg ergriffen sind.

O Herr, sende deinen Heiligen Geist.

Das Angesicht der Erde ist das Feld, das du säst.

Wir freuen uns darauf, Herr, das Korn wachsen zu sehen.

Auf alle, die das Evangelium bezeugen;

Auf all denen, die für das Reich Gottes arbeiten,

Verborgen in der Mitte der Welt, ohne Glanz und ohne scheinbare Wirksamkeit;

Auf alle, die zugehört werden, so dass andere sich auf den Weg machen ;

Auf die Arbeiter der ersten Stunde im Weinberg

Und auf diejenigen, die in letzter Stunde zur Arbeit gehen,

O Herr, sende deinen Heiligen Geist.

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Auf dem Weg einer inneren Reise… 2021

„In einem Brief aus dem Jahr 1923, der am Ende einer langen Expedition durch die Mongolei geschrieben wurde, notierte Teilhard de Chardin: „Die Reise war zu Ende, und ich spürte sehr deutlich, wie sehr die Reise durch den Raum an sich dem Menschen nichts hinzufügt. Zurück zum Ausgangspunkt: solange er sein inneres Leben nicht vergrößert hat, was nach außen hin nicht sichtbar ist, ist er wie jeder andere. »

Solange unsere Reisen, Entdeckungen und Fortschritte, was auch immer sie sein mögen, nicht unser inneres Leben, unsere spirituelle Intelligenz und unsere Fähigkeit zu lieben gesteigert haben, können wir nicht behaupten, uns verändert, geschweige denn weiterentwickelt, zu haben. In der Tat kann es durchaus sein, dass wir manchmal mit einem wachen und triumphierenden Schritt zurückgehen“

So lautet der Ausschnitt eines Artikels von Sylvie Germain (in La Croix 29. 12. 2000)

Heute, in der Koronazeit, wo wir keine langen Reisen mehr machen dürfen und zu Hause bleiben müssen, können wir vielleicht der Einladung Teilhard de Chardin folgen, unser inneres Leben in diesem Kontext der Corona-Beschränkungen aller Art zu vergrößern.

Der Samen, der aufs Land geworfen ist, geht auf und wächst, Nacht und Tag (Mk 4, 27). Könnte der Samen wachsen, indem wir diese auferlegte Zeit nutzen, um nachzudenken, zu beten, Gedichte zu lesen, auf das zu hören, was in uns auftaucht, so dass sich etwas Tiefes in unserem Herzen verändert. Mögen wir dann Kraft und Kreativität erhalten, um uns dort zu engagieren, wo es unseren Talenten entsprechend dringend notwendig ist, mit Respekt vor den Menschen und der Schöpfung.

Bitte, begeben Sie sich auf diese außergewöhnliche Reise, die Sie von Überraschung zu Überraschung führen kann…

An Bord, Willkommen an Bord ! Ich wünsche Ihnen eine gute Fahrt in 2021!

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Sie waren drei

Dieses Gedicht wurde nach dem Anschlag in der Basilika Notre Dame de l’Assomption in Nizza geschrieben. Drei Menschen, drei treue Diener Gottes wurden ermordert.

Sie waren drei,           
gepflanzte Bäume         
im Gotteshaus           
Wächter des Tages           
und treue Diener.

Sie waren drei,           
gepflanzte Bäume           
im Gotteshaus           
demütige Gläubige           
und Morgenwächter.

Sie waren drei,           
aufgerichtete Bäume           
Betende Gottes           
sie beugten unter der barbarischen Klinge.

Sie war drei,
erhöhte Bäume          
Betende Gottes          
entwurzelt durch den Hass eines Mannes.

Sie waren drei,          
geschwisterliche Bäume        
Ihre Zweige          
voller Tränen, Hoffnungen und Freuden,          
mit denjenigen der ganzen Menschheit        
verflochten

Sie waren drei,         
geschwisterliche Bäume        
ihre Äste         
an den Vater gewendet,         
deren einzige Absicht         
ist, seine Kinder zu versammeln.

Sie waren drei,        
Bäume des Kreuzes        
mit den Armen nach dem Himmel ausgestreckt,           
um den Frieden zu flehen,       
die Arme nach der Erde geöffnet      
um alle zu umarmen       
in derselben Vergebung.

Sie waren drei,       
Bäume des Lebens,       
die stärker sind als jeder Tod       
Bäume des Lebens       
aufgestandene Frauen und Männer       
nun Jünger,       
ihrem Herrn gleichgestaltet.

Sie waren drei,      
wir werden Millionen sein     
wir werden Wälder sein,      
die glauben, immer und immer wieder       
und trotz allem       
und trotz uns       
an die Geschwisterlichkeit
 
Colette Hamza, xaviere
Oktober 2020